Ein Gummireifen an einem Lagerstapler reibt sich in wenigen Monaten bis zum Metall durch, und ein Rad, das über Metallspäne rollt, bekommt einen Schnitt und fällt nach einem einzigen Durchgang aus. Eine Polyurethanbeschichtung beseitigt beide Probleme: Sie verschleißt 2-5-mal langsamer als Gummi und wird von scharfen Splittern nicht eingeschnitten. Im Folgenden erläutern wir, was die Beschichtung von Rädern mit Polyurethan bringt, wie man die Härte nach Belastung wählt und wie man ein Rad in der benötigten Größe bestellt.
Was die Polyurethanbeschichtung von Rädern bringt
Die Beschichtung von Rädern mit Polyurethan erhöht Standzeit und Zuverlässigkeit des Rollknotens dort, wo Gummi verschleißt und Metall lärmt und den Boden beschädigt. Polyurethan verbindet Elastizität mit Abrasivbeständigkeit, sodass das Rad leise läuft, die Last trägt und lange nicht verschleißt.
Der Hauptvorteil ist die Verschleißfestigkeit. Abrieb von Polyurethan nach DIN 53516 beträgt 38-39 mm³, während SBR-Gummi im selben Test 100-200 mm³ verliert, Gummi verschleißt also 3- bis 5-mal schneller. Der zweite Vorteil ist Schnittfestigkeit: Zugfestigkeit von Polyurethan 39-87 MPa gegenüber 8-20 MPa bei SBR, daher schneiden kleine scharfe Splitter und Späne die Bandage nicht durch. Drittens hinterlässt ein Polyurethanrad keine schwarzen Spuren auf Beton und Fliesen und verträgt Öle, Kraftstoffe und Salzwasser.
Vergleich mit Gummi, Metall und Caprolam
Die direkte Werkstoffwahl für Räder läuft auf vier Optionen hinaus: Polyurethan, Gummi, Metallrad oder Hartkunststoff Caprolam. Die Zahlen zeigen, warum Polyurethan zur Kompromisslösung für die meisten Rollknoten geworden ist.
| Eigenschaft | Polyurethan TIMOL | Gummi SBR | Caprolam PA6 | Stahl St3 |
|---|---|---|---|---|
| Abrieb DIN 53516, mm³ | 38-39 | 100-200 | 30-90 | k.A. |
| Betriebstemperatur, °C | -60…+100 | -40…+80 | -40…+100 | -40…+500 |
| Dichte, g/cm³ | 1,05-1,25 | 0,94-1,1 | 1,13-1,15 | 7,7-7,9 |
| Zugfestigkeit, MPa | 39-87 | 8-20 | 60-85 | 370-700 |
| Rückprallelastizität, % | 34-61 | 30-55 | 5-15 | k.A. |
| Bodenspur | keine | möglich | keine | Lärm, Dellen |
Lesehinweis: Gummi ist gewichtlich ähnlich, verschleißt aber viermal schneller und hinterlässt Spuren auf dem Boden. Caprolam verschleißt kaum und ist fest, aber seine Rückprallelastizität beträgt nur 5-15% gegenüber 34-61% bei Polyurethan, ein hartes Rad klappert also auf Unebenheiten und dämpft Stöße nicht. Ein Metallrad hält jede Last aus, ist aber 6- bis 7-mal schwerer, lärmt und hinterlässt Dellen. Polyurethan erreicht Verschleißfestigkeit nahe Caprolam und bleibt dabei elastisch und leise.
Neues Rad oder Felgenauskleidung
Hier gibt es zwei Wege, die Wahl hängt davon ab, was bereits vorhanden ist. Erster Weg: ein neues Polyurethanrad von Grund auf bestellen, wenn eine neue Nomenklaturposition benötigt wird. Zweiter Weg: die vorhandene Metallfelge auskleiden, wenn nur die Kontaktschicht verschlissen ist, Nabe und Lager aber noch intakt sind.
Auskleidung ist wirtschaftlich vorteilhaft, denn sie gibt der teuren Basis neues Leben. Der Vorgang besteht aus Felgenreinigung, Strahlen der Kontaktfläche, Auftragen einer Haftschicht und Freigießen von Polyurethan der benötigten Dicke. Es entsteht keine Naht, und die Beschichtung haftet am Metall genauso zuverlässig wie beim vollgegossenen Rad. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, wenn die Schicht abgenutzt ist.
Praktischer Hinweis: Sparen Sie vor dem Auskleiden nicht an der Felgenvorbereitung. Die Qualität der Polyurethanhaftung am Metall wird zu 90% durch Strahlen und Oberflächensauberkeit bestimmt: kein Öl, kein Rost, kein alter Kleber. Lässt man die Felge fettverschmutzt, beginnt selbst eine perfekt gegossene Schicht unter Last am Rand abzublättern. Entfettung und frisches Strahlen sind wichtiger als die Schichtdicke.
Wie man Härte und Schichtdicke wählt
Die Radhärte wird nach Lastgewicht und Bodentyp gewählt. Der Härtebereich von TIMOL-Polyurethan von 50 Shore A bis 70 Shore D deckt alle Rollbetriebsarten ab.
Für Lagerstapler und Hubwagen mittlerer Tragfähigkeit sind Qualitäten 85-95 Shore A optimal: Das Rad trägt die Last und dämpft gleichzeitig Plattenstöße und kleine Unebenheiten. Härtere Qualitäten bis 70 Shore D werden für hohe Punktlasten und harten, ebenen Boden eingesetzt, wo minimale Verformung und geringer Rollwiderstand wichtig sind. Weichere nahe 80 Shore A geben leiseren Lauf auf unebenem Untergrund, neigen bei hoher Geschwindigkeit aber zur Erwärmung.
Die Schichtdicke hängt vom Raddurchmesser und der Belastung ab. Eine dünne Schicht reicht für leichte Transporträder, schwer belastete Bandagen benötigen eine dickere Schicht, die den Druck gleichmäßig verteilt und sich nicht überhitzt. Die optimale Dicke berechnet der Technologe, um Innenerwärmung und Ablösung zu vermeiden. Typengrößen und Radprofile sind im Produktkatalog aufgeführt.
Wie man ein Rad im Werk TIMOL bestellt
Ein Rad oder eine Auskleidung kann nach Zeichnung, nach dem Muster eines demontierten Teils oder nach einer Skizze mit Maßen bestellt werden. Das Freigießverfahren ermöglicht die Fertigung auch eines einzelnen Rades mit Sonderprofil ohne teures Stanzwerkzeug, sodass sowohl eine Serie gleichartiger Räder als auch ein einzelner Reparaturersatz für einen importierten Artikel sinnvoll ist.
Für die genaue Kalkulation geben Sie Raddurchmesser und -breite, Achsaufnahme, Lagertyp, Last je Rad, Geschwindigkeit und Umgebungstemperatur an. Anhand dieser Daten wählt der Technologe Polyurethanqualität und Härte. Eine Übersicht der Fertigungs- und Auskleidungsleistungen finden Sie auf der Seite Leistungen des Werks, Kalkulation und Bestellung über die Kontakte TIMOL.
Eine Polyurethanbeschichtung von Rädern liefert 3- bis 5-mal längere Standzeit gegenüber Gummi, leisen Lauf ohne Bodenspuren und die Möglichkeit der mehrfachen Felgenrestaurierung. Für Rollknoten, bei denen gleichzeitig Verschleißfestigkeit, Gewicht und Lärm wichtig sind, amortisiert sich diese Lösung bereits in der ersten Betriebssaison.
