Polyurethan ist ein einzigartiger synthetischer polymerer Werkstoff. Erstmals stellte Otto Georg Wilhelm Bayer mit seinen Mitarbeitern 1937 Polyurethane her und richtete deren industrielle Produktion ein. Die industrielle Produktion von Polyurethanschäumen auf Basis von Polyestern wurde 1944 in Deutschland aufgenommen, ihre Pendants auf Basis günstigerer Polyether folgten 1957 in den USA.
Der „Werkstoff mit unbegrenzten Möglichkeiten“ besteht hauptsächlich aus zwei Rohstoffarten, Isocyanat und Polyol, die aus Rohöl gewonnen werden. Beim Mischen zweier verarbeitungsfertiger flüssiger Systemkomponenten, die verschiedene Hilfsstoffe enthalten (Katalysatoren, Treibmittel, Stabilisatoren usw.), entsteht ein reaktionsfähiges Gemisch. Je nach Rezeptur und Verhältnis der Komponenten lässt sich bei entsprechender Technologie das Eigenschaftsspektrum des entstehenden Polyurethans anpassen — man kann ein hartes, weiches, integrales, poröses (geschäumtes) oder monolithisches Material erhalten. Polyurethane können zähflüssige Flüssigkeiten oder feste Produkte sein — von hochelastischen weichen Gummis bis hin zu harten Kunststoffen — und werden mit praktisch allen bestehenden technologischen Methoden verarbeitet: Extrusion, Pressen, Gießen, Vergießen.
Somit ist von den vier „Giganten“ der modernen großtonnagigen Kunststoffindustrie — Polyethylen, Polyvinylchlorid, Polystyrol und Polyurethan — Letzterer zweifellos der vielseitigste Werkstoff.
Nein, Polyurethane sind keine teuren Werkstoffe. Bei einer enormen Anzahl positiver Eigenschaften sind sie erschwinglich. Der Preis von Polyurethanen sollte stets im Verhältnis zu ihren Betriebseigenschaften und der über die gesamte Nutzungsdauer eingesparten Energiemenge betrachtet werden. Preislich sind Polyurethane durchaus wettbewerbsfähig.
In der Radaufhängung übernehmen Buchsen und Gummilager die Funktion von Gelenken und flexiblen Verbindungen zwischen Bauteilen. Man sollte nicht annehmen, dass Polyurethanteile die Funktion von Federn oder Stoßdämpfern übernehmen.
Ohne Gummiteile wären Fahrzeuge lauter und weniger komfortabel, da Gummi Schall und Vibrationen absorbiert. Gummi ist recht günstig und verfügbar und erfüllt zudem die vom Hersteller vorgesehene Garantiezeit.
Polyurethan besteht hauptsächlich aus zwei Rohstoffarten: Isocyanat und Polyol, die aus Rohöl gewonnen werden. Die Eigenschaften von Polyurethanen variieren in sehr weiten Grenzen und hängen von der Art und Länge der Kettensegmente zwischen den Urethangruppen, der Kettenstruktur (linear oder vernetzt), der Molekülmasse und dem Kristallinitätsgrad ab. Je nach Rezeptur und Verhältnis der Komponenten lässt sich bei entsprechender Technologie das Eigenschaftsspektrum des entstehenden Polyurethans anpassen und ein hartes, weiches, integrales, poröses (geschäumtes) oder monolithisches Polyurethan erhalten. Polyurethane können zähflüssige Flüssigkeiten sein oder feste Stoffe in amorphem oder kristallinem Zustand. Ihre Eigenschaften reichen von hochelastischen weichen Gummis (Shore-Härte ab 15 auf der Skala A) bis zu harten Kunststoffen (Shore-Härte 70 auf der Skala D).
Polyurethan hat dank seines breiten Festigkeits- und mechanischen Eigenschaftsspektrums in allen Industriezweigen breite Anwendung gefunden. Modernes Polyurethan verliert im Gegensatz zu Gummi und Kunststoff seine Form auch bei hoher Temperatur (bis +110 °C) nicht, ist beständig gegen Hydraulikflüssigkeiten und Öle, fürchtet keinen Frost (bis -30 °C) und ist nicht anfällig für Mikrobenbefall. Hochwertige Polyurethanprodukte schimmeln nicht, reißen nicht und trocknen nicht aus. Der Werkstoff besitzt eine höhere Abriebfestigkeit als Stahl.
Zu den einzigartigen Eigenschaften von Polyurethan zählen:
Polyurethane sind sicher. Bei der Reaktion zwischen Diisocyanat und Polyolen entsteht ein inertes Material. Untersuchungen haben gezeigt, dass Polyurethan im fertigen Zustand absolut sicher und inert ist.
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