Polyurethanräder und -rollen halten lange, aber der Belag verschleißt irgendwann trotzdem, und der Monteur steht vor der Wahl: einen kompletten Satz neuer Räder kaufen oder die vorhandenen aufarbeiten. Aufarbeitung mit Polyurethan bedeutet, dass auf die alte Metallnabe eine neue Bandage gegossen wird und die teure Lagereinheit erhalten bleibt. Sehen wir uns an, wie das gemacht wird, wie viel man spart und warum eine Polyurethanbandage eine aus Gummi mehrfach überdauert.
Was die Aufarbeitung eines Rades mit Polyurethan bringt
Die Aufarbeitung gibt dem Rad seine Betriebsdauer zu einem Bruchteil der Kosten eines neuen zurück, weil das Teuerste erhalten bleibt: die Metallnabe, die Achse und die Lager. Nur die äußere Bandage verschleißt, während die Nabe selbst voll brauchbar ist, daher ist es sinnlos, die ganze Einheit zu tauschen. Sie zahlen die neue Polyurethanschicht und die Arbeit, nicht einen Satz von Grund auf.
Neben der direkten Ersparnis verringert die Aufarbeitung die Stillstandszeit. Die alte Radgeometrie wird exakt nachgebildet, daher sitzen die erneuerten Räder ohne Umbau der Einheit an ihrem Platz. Für Lager- und Werkstatttechnik, bei der jede Einheit in ständiger Bewegung ist, bedeutet das eine schnelle Rückkehr des Wagens oder Förderers in den Betrieb.
Warum Polyurethan und nicht Gummi
Polyurethan wählt man wegen seiner Beständigkeit gegen Abrieb und aggressive Umgebungen. Mechanismen mit Polyurethanbelag arbeiten im Kontakt mit technischen Ölen, Benzin und schwachen Säuren normal, rosten nicht und fürchten weder Pilz noch Schimmel. Gegossenes Polyurethan hält hohen Lasten ohne Verformung stand und verliert nicht die Laufrichtung, bewegt sich dabei nahezu geräuschlos und versinkt nicht im Sand.
Ein weiterer praktischer Vorteil ist die Sauberkeit des Bodens. Eine Polyurethanbandage hinterlässt keine Spuren auf Parkett, Linoleum, Fliesen und Holz, wird von Bauschutt nicht durchstochen und leitet keinen Strom. Den Radtyp wählt man bequem im Katalog der Rollen und Räder, in dem die typischen Baugrößen zusammengefasst sind.
Vergleich der Bandagenwerkstoffe: die Zahlen
Die Tabelle fasst technische Referenzdaten nach Standardprüfverfahren zusammen. Beim Abrieb ist ein kleinerer Wert besser, und eine geringere Dichte bedeutet ein leichteres Rad bei gleicher Größe.
| Kennwert | Gegossenes Polyurethan (PU) | SBR-Gummi | Naturkautschuk (NR) |
|---|---|---|---|
| Abrieb, DIN 53516 | 38-39 mm³ | 100-200 mm³ | 60-130 mm³ |
| Betriebstemperatur | -60 bis +100 °C | -40 bis +80 °C | -50 bis +70 °C |
| Zugfestigkeit | 39-87 MPa | 8-20 MPa | 20-30 MPa |
| Härte, Shore-Skala | 50 Shore A bis 70 Shore D | 40-80 Shore A | 30-80 Shore A |
| Weiterreißfestigkeit | 40-120 kN/m | 8-35 kN/m | 20-60 kN/m |
Der Unterschied in der ersten Zeile bestimmt die Lebensdauer der Bandage: ein Polyurethanabrieb von 38-39 mm³ gegenüber 100-200 mm³ bei SBR-Gummi bedeutet, dass sich die Polyurethanschicht bei gleicher Laufleistung mehrfach weniger abnutzt. Auch die Weiterreißfestigkeit ist auf der Seite des Polyurethans, 40-120 kN/m gegenüber 8-35 kN/m, daher bröckelt die Bandagenkante unter Last und über Bodenunebenheiten nicht ab.
Tipp des Ingenieurs: der Schlüssel zu einer dauerhaften Aufarbeitung ist die Oberflächenvorbereitung. Reinigen Sie die alte Nabe bis auf das blanke Metall, entfernen Sie die Reste des alten Belags vollständig und entfetten Sie gründlich, bevor Sie die Klebeschicht auftragen. Schlechte Haftung ist die Hauptursache für das Ablösen der neuen Bandage, und keine Werkstoffhärte gleicht das aus. Die Härte wählen Sie nach dem Boden: härter für Beton, etwas weicher für empfindliche und rutschige Beläge.
Wie die Aufarbeitung abläuft
Zuerst wird das Rad vom alten Belag gereinigt, die Nabenoberfläche bearbeitet und eine vollständige Entfettung erreicht. Auf die saubere trockene Oberfläche wird eine Klebeschicht aufgetragen und bis zur Aushärtung stehen gelassen. Danach wird im Freiguss eine neue Polyurethanbandage der erforderlichen Härte gegossen, worauf die Polymerisation und die mechanische Bearbeitung bis zum Enddurchmesser folgen.
Der Freiguss ist auch deshalb sparsam, weil Sie nur den tatsächlich verbrauchten Werkstoff ohne nennenswerten Abfall bezahlen und die Bandage genau nach Ihrer Zeichnung oder nach einem Muster des alten Rades gegossen wird. Das ermöglicht die Aufarbeitung sowohl standardisierter als auch nicht standardisierter Baugrößen ohne teure Werkzeuge. Die Liste der Aufarbeitungs- und Beschichtungsleistungen finden Sie im Abschnitt Leistungen.
Praktisches Fazit
Die Aufarbeitung von Rädern mit Polyurethan ist ein Weg, der Technik ihre Betriebsdauer zurückzugeben, dabei die Metallnabe und die Lager zu erhalten und zugleich eine Bandage zu bekommen, die sich mehrfach langsamer abnutzt als Gummi. Senden Sie die Nabenmaße und den benötigten Durchmesser oder das Muster selbst über die Kontakte an das Werk TIMOL, und die Ingenieure wählen die Härte aus und berechnen die Fertigung passend zu Ihrer Technik.
