Das Luftrad einer Schubkarre wird auf der Baustelle von einem Nagel durchstochen, und der Karren steht mitten in der Arbeit still. Ein Gummirad schleift sich in einer einzigen Saison an Beton ab und beginnt sich abzulösen. Jeder solche Ausfall bedeutet verlorene Zeit für die Kolonne und einen neuen Kauf. Polyurethanräder für Schubkarren von TIMOL lösen das Problem an der Wurzel: Sie sind vollgegossen, fürchten keine Pannen, haben eine 2-5-mal höhere Verschleißfestigkeit als Standardgummi und arbeiten von -60 bis +100 °C. Im Folgenden erklären wir, warum Polyurethan Gummi, Luftreifen und Kunststoff übertrifft, wie man die Radhärte wählt und die Fertigung nach Maß bestellt.
Warum Polyurethanräder keine Pannen und keinen Verschleiß fürchten
Der Hauptvorteil eines Polyurethanrads ist, dass es monolithisch ist: Es gibt keinen Schlauch, der durchstochen werden kann, und keinen Druck, der gehalten werden muss. Ein Nagel, Metallspäne, scharfer Schotter oder Glas setzen das Rad nicht außer Betrieb, es rollt einfach weiter. Für eine Schubkarre, die täglich über Bauschutt fährt, beseitigt das die häufigste Ursache für Stillstand.
Der zweite Vorteil ist die Verschleißfestigkeit. Der Abrieb von Polyurethan nach DIN 53516 beträgt 38-39 mm³, während er bei SBR-Gummi 100-200 mm³ erreicht. In der Praxis bedeutet das, dass ein Polyurethanrad unter gleichen Bedingungen eine mehrfach längere Laufleistung auf Beton und Asphalt aushält. Dabei reißt Polyurethan bei Frost nicht und wird bei Hitze nicht weich, sondern behält seine Form im gesamten Arbeitstemperaturbereich.
Polyurethan korrodiert außerdem nicht und fürchtet keine Feuchtigkeit, deshalb arbeitet das Rad im Freien, im Wasser und in einem Betrieb mit aggressiver Umgebung gleich gut. Das Material zieht keinen Staub und keinen feinen Schmutz an, sodass sich die Wartung auf eine gelegentliche Reinigung beschränkt. Das Sortiment an Rädern und Rollen ist im Katalog der Polyurethanprodukte aufgeführt.
Polyurethan gegen Gummi, Luftreifen und Kunststoff
In der Summe seiner Eigenschaften übertrifft das Polyurethanrad sowohl Gummi als auch Luftreifen und harten Kunststoff. Ein Luftreifen rollt weich, ist aber pannenanfällig; ein Gummirad ist günstig, nutzt sich aber schnell ab; ein Kunststoffrad ist hart und spröde und dämpft Stöße schlecht. Polyurethan vereint einen weichen Lauf mit hoher Verschleißfestigkeit.
Gegenüber Vollgummi gewinnt Polyurethan vor allem beim Abrieb (38-39 mm³ gegenüber 100-200 mm³ bei SBR) und bei der Reißfestigkeit (39-87 MPa gegenüber 8-20 MPa), deshalb bröckelt der Kranz an der Kante nicht. Gegenüber hartem Kunststoff wie Caprolon gewinnt Polyurethan bei der Elastizität: Caprolon hat eine Rückprallelastizität von nur 5-15% und reißt beim Aufprall auf einen Bordstein, während Polyurethan mit einer Rückprallelastizität von 34-61% den Stoß aufnimmt und seine Form wiederherstellt. Ultrahochmolekulares Polyethylen UHMW-PE hat eine ausgezeichnete Verschleißfestigkeit (Abrieb 15-30 mm³), verformt sich aber unter Dauerlast und ist nicht elastisch, deshalb ist es als Radlauffläche dem Polyurethan in der Kombination der Eigenschaften unterlegen.
Vergleichstabelle der Materialien für das Schubkarrenrad
| Material | Abrieb DIN 53516, mm³ | Arbeits-t, °C | Dichte, g/cm³ | Reißfestigkeit, MPa | Rückprallelastizität, % |
|---|---|---|---|---|---|
| Polyurethan TIMOL | 38-39 | -60…+100 | 1,05-1,25 | 39-87 | 34-61 |
| Gummi SBR | 100-200 | -40…+80 | 0,94-1,10 | 8-20 | 30-55 |
| Naturkautschuk NR | 60-130 | -50…+70 | 0,92-1,00 | 20-30 | 40-75 |
| Caprolon PA6/PA66 | 30-90 | -40…+100 | 1,13-1,15 | 60-85 | 5-15 |
| UHMW-PE | 15-30 | -200…+80 | 0,93-0,95 | 17-45 | 5-10 |
Die Tabelle erklärt den Kompromiss: UHMW-PE hat den niedrigsten Abrieb, aber eine nahezu null Elastizität (5-10%) und fließt unter Last; Caprolon ist fest, aber schlagempfindlich; Gummi ist elastisch, nutzt sich aber schnell ab. Polyurethan ist das einzige, das einen niedrigen Abrieb (38-39 mm³) zusammen mit hoher Elastizität (34-61%) hält, deshalb hält das Rad lange und rollt zugleich weich über Unebenheiten.
Ingenieurstipp: Für schwere Schubkarren auf harten Böden nehmen Sie ein härteres Polyurethan näher an 70 Shore D, es bietet weniger Rollwiderstand und langsameren Verschleiß. Für die Arbeit auf unebenem Boden und Bordsteinen, wo die Dämpfung wichtig ist, wählen Sie einen weicheren Typ in der Zone 80-95 Shore A. Passen Sie die Dicke der Polyurethanschicht an die Last an: Ein dünner Belag auf einem schweren Karren wird bis zur Nabe durchgedrückt, deshalb ist ein Zuschlag bei der Dicke immer gerechtfertigt.
Wie man ein Rad wählt und worauf es montiert wird
Die Wahl des Rads beginnt mit den Einsatzbedingungen: Art des Bodens, Charakter der Last und Umgebung. Für glatten Lagerbeton eignet sich ein härteres Rad mit geringem Rollwiderstand, für eine Baustelle mit Unebenheiten ein weicheres mit besserer Dämpfung. Von der Umgebung (Wasser, Öl, Chemikalien) hängt die Rezeptur des Polyurethans ab.
Danach wird die Geometrie bestimmt: Raddurchmesser, Breite der Lauffläche, Nabentyp und Sitz auf Achse oder Lager. Ein größerer Durchmesser verbessert die Geländegängigkeit über Unebenheiten, eine breitere Lauffläche senkt den Druck auf den Boden. Die Polyurethanschicht wird direkt auf die Metall- oder Kunststoffnabe gegossen, deshalb wird das Rad unlösbar und zuverlässig.
Polyurethanräder werden nicht nur an Garten- und Bauschubkarren montiert. Dasselbe Produkt arbeitet an Lager- und Transportwagen, Fördertechnik, Restaurant- und Handelswagen sowie kommunaler Ausrüstung. Verschiedene Anwendungen und begleitende Leistungen sind im Abschnitt Leistungen des Werks beschrieben.
Fertigung und Wiederaufbereitung von Rädern auf Bestellung
Räder in Nicht-Standard-Größen werden im Freiguss nach Zeichnung oder Muster gefertigt. Angegeben werden Durchmesser, Breite, Härte, Nabentyp und Sitz, danach wählen die Technologen die Rezeptur und gießen das Polyurethan in die Form. So werden selbst seltene oder eingestellte Baugrößen reproduziert, für die ein fertiger Ersatz schwer zu finden ist.
Eine gesonderte Leistung ist die Wiederaufbereitung verschlissener Räder. Die Metallnabe wird erhalten, die alte Polyurethanschicht wird abgenommen und eine neue aufgetragen. Das ist günstiger als ein neues Rad und gibt dem Teil die volle Lebensdauer zurück, während die Nabe selbst nicht beschädigt wird. Der Auftragsumfang ist flexibel: von einem einzelnen Teil bis zu einer Serienpartie für einen Fuhrpark.
Um Räder nach Ihrem Maß zu bestellen oder eine Wiederaufbereitung abzustimmen, wenden Sie sich über die Kontakte des Werks TIMOL an uns. Die Ingenieure helfen bei der Wahl der Härte, berechnen die Schichtdicke für die Last und organisieren die Fertigung.
