Eine gummibeschichtete Förderrolle im Bergbau kann nach zwei bis vier Wochen Betrieb verschlissen sein — dann greift der Stahlkern direkt ins Gurtband. Dieselbe Rollengröße, mit gegossenem Polyurethan von TIMOL beschichtet, läuft unter identischen Bedingungen drei- bis 2-5-mal länger — ohne Kantenabplatzungen, Oberflächenrisse oder unplanmäßige Schichtwechsel, die in verlorener Produktionszeit am teuersten sind.

Warum Polyurethan-Rollenauskleidung Gummi übertrifft

Der grundlegende Grund ist die Verschleißfestigkeit nach DIN 53516. Gegossenes Polyurethan verschleißt mit 38-39 mm³; SBR-Gummi mit 100-200 mm³. In einer trockenen Abrasionsanwendung verliert die Polyurethanauskleidung drei- bis 2-5-mal langsamer Material.

Darüber hinaus verliert Gummi seinen elastischen Rückprall, wenn sich Schlagschäden in der Deckschicht akkumulieren. Polyurethan federt mit 34-61% zurück und erhält diese Eigenschaft während der gesamten Standzeit, weil das elastische Netzwerk molekular ist. Gummi mit 25-50% Rückprall degradiert progressiv, sobald Ermüdungsmikrorisse wachsen.

Vergleichstabelle: Polyurethan vs. alternative Rollenbeschichtungsmaterialien

WerkstoffDIN 53516-Verschleiß, mm³Betriebstemp., °CHärteZugfestigkeit, MPaRückprallelastizität, %Dichte, g/cm³
Gegossenes Polyurethan (TIMOL)38-39-60…+10085A-95A39-8734-611,05-1,25
Gummi SBR100-200-40…+8040A - 80A8-2025-500,94-1,10
Gummi NBR80-150-30…+10040A - 90A10-2520-451,00-1,30
Polyamid PA6/PA6630-90-40…+10075D - 85D60-855-151,13-1,15
Kohlenstoffstahl (unbeschichtet)-40…+500120-250 HB370-7007,70-7,90

Ingenieurshinweis: Polyamid erscheint bei der Abrasion (30-90 mm³) konkurrenzfähig, aber seine 5-15% Rückprallelastizität macht es spröde unter dem radialen Stoß, dem Förderrollen an Aufgabepunkten regelmäßig ausgesetzt sind. Eine Polyurethan­auskleidung mit 60 Shore D absorbiert denselben Stoß elastisch; eine Polyamidrolle entwickelt Mikrorisse an der Lauffläche, die nach innen wachsen. Das praktische Ergebnis: Polyamidrollen brechen an Aufgabepunkten; Polyurethan­rollen verschleißen gleichmäßig.

Fertigungsablauf der Rollenbeschichtung bei TIMOL

  1. Kernprüfung und Vorbereitung. Der Stahlkern wird auf Konzentrizität und Oberfläche geprüft. Verschlissene oder korrodierte Bereiche werden vor der Beschichtung instandgesetzt.
  2. Strahlreinigung. Die Kernoberfläche wird auf Sa 2,5 (nahezu blankes Metall) gestrahlt.
  3. Entfettung und Grundierung. Chemische Entfettung entfernt Restverschmutzungen; Haftgrundierung wird aufgetragen und aktiviert.
  4. Freikornguss. Flüssiges Polyurethan wird bei Atmosphärendruck in eine Gussform um den Kern gegossen. Wanddicke 10-80 mm; profilierte Oberflächen (Rillen, Balligkeiten, Bunde) werden gleichzeitig abgeformt.
  5. Kontrolliertes Aushärten. Die Baugruppe wird bei Prozesstemperatur bis zur vollständigen Durchhärtung gehalten. Haftfestigkeit übersteigt die Zugfestigkeit des Polyurethanmaterials.
  6. Endbearbeitung und Prüfung. Die Auskleidung wird auf Solldurchmesser gedreht und auf Konzentrizität, Haftung und Härte geprüft.

Anwendungen in 12 Branchen

Polyurethanauskleidungen für Rollen kommen in 12 Branchen zum Einsatz: Bergbau und Erzaufbereitung (Antrieb- und Rücklaufrollen, Stoßrollen), Metallurgie (Haspel- und Spannrollen, Entzunderungsanlagen), Maschinenbau, Öl und Gas, Schienenverkehr, Landwirtschaft, Häfen und Schüttgutumschlag, Zellstoff und Papier, Lebensmittelverarbeitung, Druck, Rohrwerke und Leichtindustrie.

Die Beschichtungshärte wird an den Betrieb angepasst: 55-70 Shore A für Stoßzonenpuffer, 80-95 Shore A für abrasiven Gleitkontakt, wo das feste, aber elastische Material den Verschleiß hält. Gesamten Produktumfang im Polyurethan-Katalog, verwandte Dienstleistungen auf der Dienstleistungsseite.

So bestellen Sie Rollenbeschichtungen bei TIMOL

Rollenmaße angeben (Kerndurchmesser, Gesamtlänge, erforderliche Beschichtungsdicke), Betriebsbedingungen (Fördergut, Bandgeschwindigkeit, Aufgabe- oder Rücklauf) und falls bekannt die gewünschte Härte. TIMOL-Ingenieure bestätigen die Mischungsauswahl und nennen die Fertigungszeit. Anfrage über die TIMOL-Kontaktseite.