Der Hydrozyklon in der Nassaufbereitung wird häufig zur Ursache von Stillständen: Trübe mit Abrasiv schleift die Auskleidung binnen weniger Wochen ab, und jeder Notfallwechsel einer Buchse legt die Prozesslinie still. Polyurethan-Hydrozyklone und -Auskleidungen beseitigen dieses Problem, denn ihre Verschleißfestigkeit übertrifft Gummi um das 10-fache. Im Folgenden erläutere ich, warum man Polyurethan wählt, wo im Apparat der größte Verschleiß auftritt, warum das Material in Zahlen besser ist als Gummi und Stahl und wie man die Fertigung nach Ihrem Maß bestellt.

Warum man Polyurethan-Hydrozyklone wählt

Polyurethan-Hydrozyklone wählt man wegen der Standzeit und der stabilen Arbeit der Baugruppe im abrasiven Umfeld. Die Verschleißfestigkeit des Gießpolyurethans von TIMOL ist 2-5-mal höher als bei Gummi, daher hält der Apparat die Geometrie der Arbeitskanäle länger, und der Wartungszyklus verlängert sich.

Neben der Verschleißfestigkeit bietet Polyurethan zwei weitere Vorteile. Der Arbeitstemperaturbereich von -60 bis +100 °C erlaubt den Betrieb der Baugruppe sowohl in kalten als auch in heißen Hallen, und die Elastizität des Materials dämpft Druckstöße und Vibrationen, statt sie an das Gehäuse weiterzugeben. Das geringere Gewicht von Polyurethan im Vergleich zu Metall vereinfacht die Montage und senkt die Belastung des Rahmens. In Summe ergibt das eine stabile Arbeit der Baugruppe in der Bergbau-, Metallurgie-, Rohrwalz-, Zellstoff- und Papier- sowie Lebensmittelindustrie.

Wo im Hydrozyklon der größte Verschleiß auftritt

Am schnellsten verschleißen im Hydrozyklon die Buchse des Sandaustragsstutzens (Düse), der konische und der zylindrische Teil des Gehäuses sowie der Einlauf-Speisestutzen. Genau diese Bereiche stehen in unmittelbarem Kontakt mit der Strömung der abrasiven Trübe unter Druck.

Die Verschleißgeschwindigkeit hängt direkt von der Fraktion und der Konzentration der Feststoffpartikel in der Trübe ab: Je grober und härter das Abrasiv und je höher der Aufgabedruck, desto intensiver wird die Arbeitsfläche abgeschliffen. Genau deshalb arbeiten manche Hydrozyklone monatelang, während andere in schwerer Erztrübe die Auskleidung binnen Wochen aufgeben. Die Buchse des Sandaustragsstutzens verschleißt zuerst, denn auf sie entfällt am Austritt die maximale Abrasiveinwirkung. Der konische Teil schleift sich über die gesamte Länge allmählich ab, besonders bei der Arbeit mit groben Fraktionen, und der Einlaufstutzen nimmt die Stoßbelastung durch die Trübeströmung auf. Traditionell schützte man diese Bereiche mit Gummi, Stahl oder Kaprolon, doch jedes Material hat Grenzen: Gummi schleift sich schnell ab, Stahl ist schwer und dämpft keine Stöße, Kaprolon ist spröde. Polyurethan-Elemente (Auskleidungen, Buchsen, Ringe, Düsen) bieten eine 2-5-mal höhere Verschleißfestigkeit als Gummi und absorbieren gleichzeitig Stöße.

Polyurethan gegen Gummi und Stahl: die Zahlen

Beim Abriebwiderstand übertrifft Polyurethan Gummi um ein Mehrfaches, und beim Gewicht sowie der Fähigkeit, Stöße zu dämpfen, gewinnt es gegen Metall. Ich führe Richtwerte für Auskleidungswerkstoffe von Hydrozyklonen an.

WerkstoffAbrieb DIN 53516, mm³Arbeits-t, °CReißfestigkeit, MPaHärteDichte, g/cm³
Polyurethan TIMOL38-39-60…+10039-8785A-95A1.05-1.25
Gummi SBR100-200-40…+808-2040A-80A0.94-1.1
Gummi NBR80-150-30…+10010-2540A-90A1.0-1.3
Stahl Hardox 400/500keiner (Metall)-40…+2501250-1600370-540 HB7.8-7.85

Der Abrieb nach DIN 53516 beträgt bei Polyurethan 38-39 mm³, während er bei SBR-Gummi bis zu 100-200 mm³ und bei NBR 80-150 mm³ erreicht. Das heißt, eine Gummiauskleidung des Hydrozyklons verschleißt bei gleicher Trübeströmung 3-5-mal schneller. Stahl Hardox bietet maximale Festigkeit und Härte (370-540 HB), wiegt aber 6-7-mal mehr als Polyurethan (Dichte 7.8-7.85 gegenüber 1.05-1.25 g/cm³), dämpft keine Druckstöße und erfordert eine aufwendige Montage. Bei der Reißfestigkeit übertrifft Polyurethan (39-87 MPa) beide Gummisorten (8-25 MPa) um ein Mehrfaches.

Der Hauptvorteil von Polyurethan ist die Verbindung von geringem Abrieb mit Elastizität: Es nimmt Abrasiv auf wie die besten Polymere und dämpft zugleich federnd die Stöße der Strömung, was das Rissrisiko in Zonen wechselnder Hydrodynamik senkt.

Gesondert sollte man Gewicht und Montage berücksichtigen. Ein Metall-Hydrozyklon aus verschleißfestem Stahl wiegt 6-7-mal mehr als eine Polyurethan-Baugruppe gleicher Geometrie, und das bedeutet Belastung des Rahmens, aufwendigere Befestigung und höhere Transportkosten, besonders bei mobilen Anlagen. Polyurethan korrodiert nicht in feuchter Umgebung und im Kontakt mit mineralischen Suspensionen, daher benötigt die Baugruppe keine Korrosionsschutzbeschichtungen und verliert die Kanalgeometrie nicht durch Rost. In Summe ergibt das weniger Wartung und eine stabilere Trennung über die gesamte Standzeit.

Wahl der Härte und Dicke der Auskleidung

Die Härte wird auf die Korngröße des Abrasivs und die Strömungsgeschwindigkeit abgestimmt, die Dicke der Auskleidung auf den Gehäusedurchmesser. Das Gießpolyurethan von TIMOL ist im Bereich von 50 Shore A bis 70 Shore D verfügbar und lässt sich daher auf die konkrete Fraktion und den Betriebsmodus abstimmen.

Rat des Ingenieurs: Für Hydrozyklone mit grober Abrasivfraktion wählen Sie Polyurethan mit einer Härte von 65-70 Shore D und eine Auskleidungsdicke von mindestens 10 % des Gehäusedurchmessers. Entfetten und präparieren Sie vor der Montage unbedingt die Oberfläche für die Haftung, das gewährleistet eine dichte Anlage der Auskleidung und eine längere Lebensdauer. Für feine Abrasive nimmt man weichere Sorten, die unter der Strömung besser federn.

Für hochschnelle Strömungen und grobe Partikel hält härteres Polyurethan der Klasse Shore D die Kanalgeometrie länger. Für feindisperse Trübe genügen weichere Sorten, die feine Stöße wirksamer absorbieren. Die optimalen Werte stimmen die Ingenieure des Werks auf Ihre Betriebsbedingungen ab.

Konstruktion, Montage und Wartung

Gehäuse und Auskleidung des Hydrozyklons werden im Freigussverfahren gefertigt, was eine exakte Geometrie der Arbeitskanäle ohne Luftporen ergibt. Polyurethanteile werden an Schraub-, Flansch- oder Sitzverbindungen montiert, daher erfordert der Austausch verschlissener Buchsen, Düsen und Ringe kein Spezialwerkzeug und keine Demontage der gesamten Baugruppe.

Die Wartung besteht in einer regelmäßigen Sichtkontrolle des Auskleidungszustands und im rechtzeitigen Austausch von Elementen, die einen kritischen Verschleiß erfahren haben. Polyurethan reißt bei Verformungen nicht, ist beständig gegen Druckstöße und lokale Belastungen, was das Risiko eines Notausfalls des gesamten Apparats auf ein Minimum reduziert. Dank der genauen Anpassung an den Sitz lassen sich verschlissene Elemente leicht ab- und einbauen. Das Sortiment der Erzeugnisse können Sie im Katalog der Polyurethanerzeugnisse einsehen, die Auskleidungsleistungen im Bereich Leistungen des Werks.

Eine sinnvolle Praxis ist es, einen Vorrat an Verschleißteilen zu halten, vor allem Buchsen des Sandaustragsstutzens und Düsen, um sie im Rahmen der planmäßigen Wartung und nicht im Notfall zu tauschen. Da Polyurethanteile für einen konkreten Sitz gefertigt werden, gewährleistet eine Nachbestellung nach derselben Zeichnung eine genaue Anlage ohne Nacharbeit. Das verwandelt die Wartung des Hydrozyklons von unvorhersehbaren Stillständen in einen steuerbaren Planprozess.

Wie man Hydrozyklone nach Maß bei TIMOL bestellt

Polyurethan-Hydrozyklone und -Auskleidungen kann man im Werk TIMOL nach fertiger Zeichnung, nach technischer Beschreibung oder nach demontiertem Muster der Baugruppe bestellen. Die Fertigung erfolgt im Freigussverfahren nach den konkreten Maßen, der Abrasivfraktion und dem Betriebsmodus Ihrer Linie.

Der Prozess beginnt mit einer Beratung, bei der die Ingenieure die Härte, die Auskleidungsdicke und die Konstruktion auf Ihre Aufgabe abstimmen. Das Werk fertigt Erzeugnisse sowohl nach Standardmaßen als auch nach individuellen Zeichnungen. Um eine Berechnung und Empfehlungen zu erhalten, wenden Sie sich an die Kontakte des Werks TIMOL. Ein richtig ausgewählter Polyurethan-Hydrozyklon verlängert die Standzeit der Baugruppe, verringert Stillstände und beseitigt das Problem des häufigen Auskleidungswechsels.